Warum SMART-Ziele gar nicht so smart sind - Institut für mentale Erfolgsstrategien - Erfolgswissen aus der Hirnforschung.
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Warum SMART-Ziele gar nicht so smart sind

Das Credo im Management: Ziele müssen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert –eben SMART- sein. Kaum ein Unternehmen, das sich bei Jahreszielen und Mitarbeitergesprächen nicht an dieses Konzept hält.

Management by objectives (MbO) ist ein Prinzip, das auf die Goal-Setting-Theory von Locke und Latham zurückgeht1 Sie waren der Ansicht, dass Aussagen wie „Gib Dein Bestes“ zu schwammig sind, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu entwickeln. Und konnten dafür auch empirische Beweise liefern. Die Erkenntnisse haben sehr rasch Einzug in den Unternehmensalltag gefunden. Eine Reihe von weiteren Experimenten wurde durchgeführt, deren Ergebnisse sich allerdings nicht herumgesprochen haben.

Fakt ist: SMART-Ziele sind dann sinnvoll, wenn es um einfache Tätigkeiten mit klarer Strategie geht. Also zum Beispiel die Anzahl der Kundenbesuche pro Tag festzulegen. Die Grenzen der SMART-Ziele liegen aber da, wo es um komplexe und dynamische Prozesse geht, zum Beispiel den Ablauf von Kundengesprächen. SMART-Ziele im Kontext solcher Vorgänge sind nicht nur wirkungslos, sie schaden sogar. In diesem Fall ist sogar das wenig erhellende „Gib Dein Bestes“ dem SMART-Ziel überlegen.

In diesem viel Erfolg beim richtigen Einsatz von SMART-Zielen. Ihr Gehirn kann es!

 

Quelle: Locke, Edwin A.; Latham, Gary P., Englewood Cliffs, NJ, US: Prentice-Hall, Inc A theory of goal setting & task performance. (1990). xviii 413 pp.; Kanfer, R., Ackermann, P., Murtha, T., Dugdale, B., & Nelson, L. (1994). Goal-setting, conditions of practice, and task performance: A resource allocation perspective. Journal of Applied Psychology, 79, 826-835

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